Groundfridge: Grün kühlen ohne Kosten
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Groundfridge: Grün kühlen ohne Kosten

 

Obst, Gemüse, Käse & Wein – emissionsfrei frisch halten im eigenen Garten: Der Holländer Floris Schoonderbeek hat mit dem Groundfridge ein innovatives und nachhaltiges Kühlsystem entwickelt, das auf einem Jahrhunderte alten Prinzip beruht – dem Erdkeller.

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Foto: Weltevree

Damit erfüllt der Produktdesigner die Bedürfnisse von Menschen mit eigenem Garten, die ihre Ernte besonders umweltschonend lagern und frisch halten möchten: Der Groundfridge ist ein aktiv kühlender Keller, der so gut wie ohne Strom auskommt. Stattdessen nutzt er die isolierende Wirkung der Erde sowie die niedrigen Lufttemperaturen der Nacht. Dies alleine genügt, um die Kerntemperatur im Inneren ganzjährig stabil zu halten. Der Groundfridge selbst besteht aus leichtem Polyester und ist daher einfach zu transportieren und zu installieren. Eine Baugenehmigung? Benötigt er nicht.

Mutter Erde wird’s schon richten

Der Groundfridge wird im Garten aufgestellt und mit einer ca. ein Meter dicken Schicht Erde ummantelt, um die Grundkühlung sicherzustellen. Sofern möglich, kann ergänzend dazu noch die Kühlwirkung des Grundwassers genutzt werden. Den Rest leistet ein analog oder auch digital regelbares Luftkühlungssystem, das die Luft in dem innovativen Erdkeller stündlich auswechseln kann – vorzugsweise in der kühleren Nacht.

Raum für die Ernte eines 250 m2 großen Gartens

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Foto: Weltevree

Der Groundfridge hat ein Volumen von 7,85 m3. Er ist so groß, dass zwei Leute bequem darin stehen können. Seine Speicherkapazität entspricht mit 3.000 Litern dem Inhalt von 12 großen Kühlschränken. Diese benötigen im Jahr durchschnittlich 3.750 kWh Strom – der Groundfridge benötigt nur 40 kWh für die Belüftung. Eine Menge, die mühelos mit einem kleinen Solarpanel generiert werden kann. Aktuell ist der Groundfridge in Holland und Belgien ab 9.900 $ bei Weltevree erhältlich. Der weltweite Vertrieb soll Ende 2016 starten.

 


Der Do-it-yourself Erdkühlschrank

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Foto: Weltevree

Wer nicht so viel Geld ausgeben möchte, baut sich einen Mini-Erdkeller – zum Beispiel mithilfe eines alten großen Topfes. Dazu unterhalb des Topfrandes kleine Löcher mit zehn Zentimetern Abstand bohren, damit die Belüftung stimmt. Um Kondenswasser abzuhalten, einfach einen Blumenuntersetzer mit Löchern verkehrt herum in den Topf einlegen. Der Topfdeckel sollte gut schließen, damit kein Regen hineinlaufen kann. Im Winter einfach mit Stroh oder Bambusmatten abdecken, um den Inhalt vor Frostschäden zu bewahren.

Webseite: www.weltevree.nl

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