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Ei, Ei, Ei – 10 Tipps für nachhaltige Ostern

 

Vom Ei über den Schokohasen bis hin zum Kaffee: Ihr möchtet ohne großen Aufwand ein schönes, nachhaltiges Osterfest feiern? Mit unseren 10 praktischen Tipps gelingt’s Euch mit Links!

1. Versteckt Bio-Eier

Bei der Produktion von Bio-Eiern gelten die strengsten Regeln: Die Legehennen dürfen nur in offenen Ställen mit Auslauf gehalten werden. Die Ställe müssen Sitzstangen haben und zu einem Drittel mit Stroh, Holzspänen und Sand ausgestreut sein. Im Stall teilen sich sechs Hühner einen Quadratmeter, im Auslauf kommen für jedes Huhn vier hinzu. Erkennen könnt Ihr Bio-Eier am Code auf dem Ei, der mit einer „0“ für Bio beginnt. „1“ steht für Freilandhaltung, „2“ für Bodenhaltung und „3“ für Käfighaltung.

2. Färbt die Bio-Eier selbst

Gefärbte Eier sind von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen. Daher besteht die Gefahr, dass sich unter den gefärbten Schalen im Handel Eier aus Käfighaltung verbergen. Außerdem werden diese oft mit umstrittenen Azofarben gefärbt. Wenn Ihr darauf verzichten möchtet, kauft im Bio-Laden – oder färbt Eure Eier selbst. Tipps dazu findet Ihr z. B. auf utopia.de.

3. Genießt faire Schokolade

Fair-Trade-Siegel kennzeichnen Handelspartnerschaften, die auf Dialog, Transparenz und Respekt basieren und die Gerechtigkeit im internationalen Handel fördern. Auf diese Weise will Fair Trade die sozialen Rechte benachteiligter Bauern und Arbeiter sichern und so zu nachhaltiger Entwicklung beitragen – vor allem in den Ländern des Südens.

4. Kauft Osterhasen ohne Palmöl, E-Nummern oder überflüssige Verpackung

Um sich die zu unterscheiden, schlagen die Hersteller nahezu Kapriolen und verpacken ihre Osterhasen immer aufwändiger. Aufwand, der am Ende im Müll landet! Auch lohnt sich ein Blick auf die Inhaltsstoffe. Hierbei gilt: Je länger die Liste, desto schlechter. Schokohasen mit E-Nummern solltet Ihr ebenso im Regal lassen wie solche mit Palmöl. Denn der Palmölgewinnung fallen große Flächen Urwald zum Opfer.

5. Fertigt Eure Osternester selbst aus natürlichen Materialien

Ein Plastiknest mit grünen Papierschnipseln? Das muss nicht sein! Mit ein bisschen Geschick lassen sich Nester prima selber basteln: Warum nicht eine leere Tetra-Packung aufschneiden, reinigen, bekleben und mit Wolle, Heu oder Sommergerste auslegen? Sommergerste ist ein saftig grünes Gras, das Ihr innerhalb weniger Tage ganz einfach selbst züchten könnt. Samen gibt’s in jedem Garten-Center.

6. Serviert fairen Kaffee

Inzwischen gibt es unzählige Sorten Fairtrade-Kaffee. Noch besser ist fair gehandelter Bio-Kaffee, denn hier ist Gentechnik ebenso verboten wie die meisten Pestizide. Übrigens wird oft das Argument angeführt, in Packungen mit Fairtrade-Siegel seien nur 20 % fair gehandelte Bohnen drin. Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt „Gepa+“ oder Fair-Trade-Kaffee, hier ist definitiv ausschließlich fair gehandelter Kaffee drin.

7. Bevorzugt saisonale Produkte

Wer sich saisonal ernährt, isst nicht nur gesund, sondern auch umweltfreundlich: Denn alles, was nicht jetzt bei uns wächst, muss – auf langen Transportwegen – importiert werden. Außerdem unterstützt Ihr mit dem Kauf saisonalen Obstes und Gemüses die heimische Landwirtschaft, die anders als viele Anbauregionen im Süden über ausreichende Wasservorräte verfügt. Im April wachsen bei uns zum Beispiel Champignons, Kohlrabi, Mangold, Radieschen, Sellerie und Spinat. Passt doch prima zum Osterbraten, oder?

8. Kauft den richtigen Fisch

Karfreitag wird traditionell Fisch gegessen. Wer beim Kauf auf Siegel zum nachhaltigen Fischfang achtet, trägt mit dazu bei, die Situation der Fischbestände zu verbessern. Für einen Mindeststandard an umweltgerechtem Fang wildlebender Fische steht das MSC-Siegel des Marine Stewardship Council. Die Bio-Anbauverbände Naturland und Bioland haben besondere Richtlinien für die Öko-Aquakultur entwickelt. Forellen und Karpfen aus ökologischer Teichwirtschaft sind zum Beispiel für das Ostermenü eine gute Wahl.

9. Deckt Euren Tisch bunt und nachhaltig

Was wäre Ostern ohne einen ausgedehnten Brunch? Wer gerne häkelt oder strickt, ist herzlich eingeladen, sich für die Ostertafel auszutoben: Eierwärmer, Serviettenringe, Brotschalen und Vasenstulpen – den bunten Verzierungen sind kaum Grenzen gesetzt. Dass sich dafür Garn aus Biobaumwolle am besten eignet, versteht sich von selbst: Es ist waschbar und die Baumwolle stammt aus kontrolliert biologischem Anbau, bei dem der Einsatz von chemischen Pestiziden und Düngemitteln verboten ist.

10. Überrascht Gastgeber mit nachhaltigen Geschenken

Nicht das Geld zählt, das für ein Geschenk ausgegeben wurde, sondern die Liebe, mit der es ausgewählt oder sogar selbst gefertigt wurde, oder? Wie wäre es daher mit folgenden Mitbringseln: Selbstgemachte Pralinen aus Gläsern, aus denen Ihr mit Kleister und bunten Serviettenresten Windlichter basteln könnt. Und wie wäre es mit selbstgenähten Eierwärmern oder bemalten Jutebeuteln zum Einkaufen. Googelt einfach im Netz, pfiffige DIY-Anleitungen gibt es zu Hauf.

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