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Nachhaltig heizen: Kombination Wärmepumpe und PV passt perfekt

 

Wer zum ersten Mal in seinem Leben ein Haus kauft oder baut, muss eine unglaubliche Menge wichtiger Entscheidungen treffen. Wo soll es stehen, wie soll es aufgeteilt sein, und nicht zuletzt: Wie viel darf es kosten? Dann zählen aber nicht nur der Kaufpreis und die Nebenkosten! Auch das Geld, das künftig jeden Monat für Heizen und Warmwasser nötig ist, muss eingeplant werden. Hier eine clevere Lösung, die sowohl den Geldbeutel entlastet als auch die Unabhängigkeit steigert: die Kombination aus einer Wärmepumpe und PV (Photovoltaik).

Nach der Ausbildung oder dem Studium und ein paar Jahren im Beruf steht irgendwann wohl jeder vor derselben Frage: Will ich, wollen wir künftig weiter teure Miete zahlen oder nicht doch besser das Geld in eine eigene Immobilie investieren? Gute Gründe gibt es dafür gerade in der momentanen Niedrigzinsphase genug. Also ran an das größte Investitionsprojekt, das die meisten von uns in ihrem Leben stemmen werden.

Dabei nur auf den Kaufpreis und die entsprechende Finanzierung zu achten, ist allerdings zu kurz gegriffen. Nach Berechnungen von Fachleuten macht der Kaufpreis nämlich nur etwa 20 Prozent der Gesamtkosten einer Immobilie aus, 80 Prozent entstehen, während man darin wohnt. Beispielsweise für Umbauten und Renovierungen, vor allem aber durch laufende Kosten, unter anderem die Erzeugung von Wärme und Warmwasser.

Noch bis vor wenigen Jahren musste man diese Kosten gewissermaßen hinnehmen, weil fast nur mit Öl oder Gas geheizt wurde – und das ist teuer. Heute kann man hingegen mit der Kombination Wärmepumpe und Photovoltaik, also Strom aus Sonnenenergie, nachhaltig heizen und Warmwasser erzeugen.

Clevere Kombination: Wärmepumpe und PV

Wie das funktioniert, ist eigentlich ganz einfach: Eine Wärmepumpe gewinnt etwa 75 Prozent ihrer Energie aus Umweltwärme. Also aus der Luft, dem Boden oder aus dem Grundwasser. Nur 25 Prozent sind als (elektrische) Antriebsenergie nötig. Diesen Strom kann man ganz einfach über die eigene Photovoltaikanlage (PV) auf dem Hausdach erzeugen. Je nach Anwendung decken 10 bis 12 PV-Module den Bedarf eines 4-Personenhaushaltes gut ab. Mit etwa 20 m² Gesamtfläche passen die einfach zu montierenden Module sogar auf ein kleines Hausdach. Selbst wenn dieses Modulfeld nur nach Süden ausgerichtet ist, kann es zu einem guten Ergebnis führen. Idealerweise werden sie jedoch unterschiedlich ausgerichtet und beispielsweise auf zwei Dachflächen montiert (Ost/West-Ausrichtung), um möglichst viele Sonnenstunden auszunutzen.

Mit Batteriespeicher noch effizienter

Leider scheint die Sonne aber nur tagsüber. Am meisten Energie wird üblicherweise jedoch frühmorgens oder abends gebraucht, für Beleuchtung, zum Kochen, die Waschmaschine und ein warmes Bad. Der Sonnenstrom muss also gespeichert werden, um ihn möglichst effizient ausnutzen zu können. Dafür liefern die Hersteller für das nachhaltige System aus Wärmepumpe und PV spezielle Batteriespeicher. Sie sehen aus wie ein mittelgroßer Kühlschrank und lassen sich genauso einfach im Keller oder im Hauswirtschaftsraum aufstellen.

Eine intelligente Elektronik kümmert sich dann darum, den auf dem Hausdach erzeugten Strom möglichst wirtschaftlich zu nutzen. Beispielsweise wird entweder die Wärmepumpe eingeschaltet, um auf Vorrat Warmwasser im Speicher zu erzeugen oder der Strom wird direkt in den Batteriespeicher geleitet. So wird der gespeicherte Strom vor allem morgens und abends eingesetzt, wenn andere elektronische Haushaltsgeräte, wie zum Beispiel der Fernseher oder die Wärmepumpe, Strom benötigen. Das steigert die PV-Eigenverbrauchsquote und spart je nach Stromtarif ca. 30 Cent pro Kilowattstunde (kWh)!

Und sollte der PV-Ertrag noch höher liegen – dann wird der Strom eben in das öffentliche Netz eingespeist und aktuell mit ca. 12 Cent/kWh vergütet.

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