Virtual Reality
8 Lesern gefällt das

Schöner wohnen mit Virtual Reality

 

Von der Spielkonsole in den Möbelmarkt: Virtual Reality (VR) könnte das Wohnen von morgen revolutionieren. Die Technologie erleichtert nicht nur die Auswahl des neuen Traumhauses, sondern macht auch die Inneneinrichtung zum interaktiven Erlebnis. 21 grad stellt die spannendsten VR-Innovationen für die eigenen vier Wände vor.

Eine Wohnung aus 500 Kilometern Entfernung besichtigen, vom Sofa aus die Küchengarnitur zusammenstellen oder per Handbewegung die Waschmaschine im Keller bedienen – Virtual Reality hält Einzug in das Zuhause der Zukunft. Laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom und des Beratungsunternehmens Deloitte kann sich fast jeder dritte Verbraucher in Deutschland vorstellen, im Alltag eine Virtual RealiR-Brille zu nutzen. Der Markt für entsprechende Anwendungen wächst rasant: Bis 2020 soll der Umsatz mit Virtual Reality Lösungen hierzulande von aktuell rund 158 Millionen auf mehr als eine Milliarde Euro steigen. Kam die Technologie bislang vor allem im Bereich der Unterhaltungselektronik zum Einsatz, setzen inzwischen auch Immobilienplattformen und Möbelanbieter vermehrt auf die smarten Gadgets.

Digitaler Streifzug durchs Traumheim

Ein Rundgang durch ein Loft auf dem Mars – damit wirbt der Online-Vermarkter Immobilienscout24 für eine virtuelle Wohnungsbesichtigung. Ganz so weit reicht das reale Angebot zwar noch nicht, doch schon jetzt präsentiert das Unternehmen auf seiner Website rund 1000 Immobilien in einer interaktiven 360-Grad-Ansicht. Auch andere Anbieter wie Immowelt nutzen das Verfahren, um Kunden Objekte vorzuführen, die sich noch in der Entwicklung oder hunderte Kilometer entfernt befinden. Über eine App erstellen Makler für ihre Kunden zudem virtuelle Führungen, die sich auf dem Tablet oder mit einer VR-Brille abschreiten lassen. Dabei sehen sich Nutzer durch Drehen des Kopfes in der Wohnung um und zoomen auf Wunsch an einzelne Details heran. So können sie sich beispielsweise ein Bild von den Raumausmaßen und dem Lichteinfall machen – Vogelgezwitscher aus den Kopfhörern sorgt für das passende Ambiente.

Virtual Reality – Wohnst du noch, oder staunst du schon?

Probesehen statt Schlangestehen: Für die Einrichtung des neuen Traumhauses genügt künftig eine Tour durch einen virtuellen Showroom. Eine Gelegenheit dazu bietet zum Beispiel das schwedische Möbelhaus Ikea. In der Filiale Berlin-Lichtenberg können Besucher Ausstellungsräume dank Virtual Reality Technologie nach ihren Vorstellungen im Kopf umdekorieren. Soll es statt der Einbauküche lieber ein Schranksystem sein? Per Datenbrille lassen sich Komponenten und Farbvarianten in Sekundenschnelle an die eigenen Vorlieben anpassen. Eine ähnliches System nutzt der Keramikhersteller Villeroy & Boch: Mithilfe eines VR-Helms bestücken Kunden ihr Badezimmer mit verschiedenen Waschbecken, Armaturen und Duschwannen. Wer die Raumplanung direkt von Zuhause erledigen möchte, greift auf die Apps der beiden Anbieter zurück. Sie projizieren Möbelstücke auf dem Smartphone oder Tablet in die eigene Umgebung. Dafür sind im Produktkatalog ausgewählte Artikel mit einem speziellen 3D-Icon versehen. Bei einem Klick auf das Symbol erscheint das Produkt auf dem Display, gleichzeitig wird die Kamera aktiviert, um es im Raum zu platzieren.

Hologramme für das Smart Home

Die Kombination von vernetzter Haustechnik und virtuellen Elementen ermöglicht Bewohnern, auf völlig neue Weise mit ihrem Interieur zu interagieren. Per VR-Brille sind sie etwa in der Lage, vom Sofa aus das gesamte Haus zu durchstreifen und die intelligenten Geräte visuell zu steuern. Noch weiter geht Microsofts Cyberbrille HoloLens: Sie projiziert Bildinhalte auf Flächen im Sichtfeld des Nutzers und erlaubt ihm so, Bilder oder Videos auf Hauswänden zu betrachten. Zudem kann der Träger die eingeblendeten Fenster per Handbewegung verschieben oder in einen anderen Raum „mitnehmen“. Denkbar ist auch, die HoloLens künftig mit einem smarten Kühlschrank zu koppeln. Dann liest das Gadget via App die vorhandenen Zutaten aus und unterbreitet Rezeptvorschläge. Dabei hat der Nutzer nicht nur das fertige Gericht vor Augen, sondern lässt sich auf Wunsch auch die Kochanleitung direkt auf dem Herd anzeigen.

8 Lesern gefällt das

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.