Warmwasser
16 Lesern gefällt das

Warmwasser marsch! Aber nachhaltig, bitte

 

Warmes Wasser bedeutet Sauberkeit, Entspannung und Wohlbefinden. Doch wie erzeuge ich diesen Genuss am komfortabelsten und – nachhaltigsten? Mit einem Warmwasserspeicher oder einem Durchlauferhitzer? Wir haben mit Experten gesprochen!

Die schlechte Nachricht gleich vorweg: Wer eine einfache Antwort erwartet hat, den müssen wir leider enttäuschen. Denn Warmwasser erzeugen wir entweder komfortabler – oder nachhaltiger. Heißt: Wer hohe Ansprüche an die Nachhaltigkeit hat, muss entweder gewisse Abstriche beim Komfort in Kauf nehmen oder – besser – erneuerbare Energien nutzen. Doch nähern wir uns dem Thema von Anfang an.

Wie weit sind die Zapfstellen von der Heizung entfernt?

Wer baut oder modernisiert und sich über die Art seiner Warmwasserversorgung Gedanken macht, sollte überlegen, wie weit sein Wärmeerzeuger von den Wasserhähnen in Küche, Bad und Gäste-WC entfernt ist. Je näher sich die Zapfstellen am Heizgerät befinden, desto kürzer sind die Warmwasserleitungen und desto geringer die Wärmeverluste, die beim Transport des Wassers entstehen. Wer mit größeren Verlusten zu rechnen hat, für den sind Durchlauferhitzer eine gute Wahl! Denn sie erzeugen Warmwasser wo und wann es gebraucht wird. Auch entstehen keine Wärmeverluste durch Bevorratung im Speicher. Insofern sind Durchlauferhitzer effizienter als Warmwasserspeicher. Und auch nachhaltig? Ja, wenn Ihr sie mit Ökostrom aus regenerativen Energiequellen speist – vom Stromversorger oder der eigenen Photovoltaikanlage auf dem Dach.

Wer, wie Ihr gleich erfahren werdet, um einen Speicher nicht herumkommt, kann zugunsten der Nachhaltigkeit auf eine Zirkulationsleitung verzichten. Diese gewährleistet, dass auch bei entferntem Speicher sofort Warmwasser verfügbar ist – was den Energieverbrauch erhöhen kann. Ohne Zirkulationsleitung können jedoch unter Umständen etliche Liter Wasser ungenutzt abfließen, bevor es in der gewünschten Temperatur aus dem Hahn strömt. Daher solltet Ihr Euch in jedem Fall mit Eurem Heizungsfachmann beratschlagen.

Wie hoch ist mein Komfortanspruch?

Wer von einem Erlebnisbad mit Regenwasserdusche und ähnlich durchsatzintensiven Warmwasservergnügen träumt, braucht einen Warmwasserspeicher. Denn solche Badarmaturen verbrauchen ad hoc mehr Wasser, als ein Durchlauferhitzer auf die Schnelle erzeugen kann. Ein vom Heizgerät gespeister Warmwasserspeicher ist auf solche Anfragen bestens vorbereitet, da er laufend ausreichend hohe Mengen an Warmwasser bevorratet – optional sogar auf nachhaltige Art und Weise.

Möchte ich Solarenergie für Warmwasser nutzen?

Wer eine Solarthermieanlage haben will, benötigt einen Speicher, um die tagsüber gewonnene Solarenergie einzulagern – in Wasser. Schließlich soll die Energie auch dann zur Heizungsunterstützung und/oder Warmwasserbereitung zur Verfügung stehen, wenn die Sonne nicht scheint. Je nachdem kommt dann ein Trinkwasserspeicher, ein Pufferspeicher oder ein Kombispeicher zum Einsatz, der beides bereithält: Pufferwasser zum Heizen sowie Trinkwasser zum Baden, Duschen etc. Um möglichst viel Sonnenenergie bevorraten zu können, muss der Speicher eine gewisse Größe haben. Zu groß sollte er jedoch auch nicht sein, da er sonst in ertragsarmen Zeiten wie Herbst und Winter vom Hauptwärmeerzeuger aufgeheizt werden muss.

Oder möchte ich sogar mit einer Wärmepumpe heizen?

Wer eine umweltschonende und besonders nachhaltige Wärmepumpe nutzen möchte, benötigt ebenfalls einen Speicher, damit die Umweltwärme mittels Wärmetauscher an das Heizungswasser übertragen werden kann. In Einfamilienhäusern können Wärmepumpen darüber hinaus ohne Weiteres auch zur Trinkwasserbereitung eingesetzt werden! Gerade wenn sie mit Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen betrieben werden, gibt es keine ökologischere Art der Warmwasserbereitung. Zwar benötigen Wärmepumpen verglichen mit herkömmlichen Wärmeerzeugern aufgrund ihrer geringeren Heizleistung meist etwas länger, um den Speicher aufzuheizen. Aber wenn Euer Heizungsfachmann dies bei der Speicherdimensionierung berücksichtigt, kann auch die Wärmepumpe so gut wie alle Komfortansprüche erfüllen. Höchsten Warmwasserkomfort auf kleinstem Raum bieten Euch übrigens Geräte wie Vaillant flexoCOMPACT exklusive, die Warmwasserspeicher und Wärmepumpe unter einem Gehäuse kombinieren.

Wie groß muss mein Speicher sein?

Bei dieser Frage geht es darum, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Energieersparnis und Komfort zu finden: Ist der Speicher zu klein, mangelt es an Komfort. Ist er zu groß, muss er ständig erhitzt werden, um das Warmwasser auf Wohlfühltemperatur zu halten. Grundsätzlich wird die Speichergröße von der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen sowie der Zapfstellen bestimmt. Für einen Haushalt mit vier Personen ist ein rund 150-Liter-Speicher in der Regel ausreichend, wenn dieser zum Beispiel von einem konventionellen Brennwertgerät beheizt wird. Ist eine Wärmepumpe im Einsatz, muss dieser Speicher 300 Liter groß sein.

Worauf muss ich bei der Speicherauswahl achten?

Je besser die Dämmung und damit die Effizienzklasse, desto geringer ist der Energieverbrauch des Speichers. Aktuell erreichen die besten Speicher die Effizienzklasse A+; im System mit der Heizung können bessere Effizienzklassen erreicht werden.

Die beste Lösung kennt Euer Fachpartner vor Ort!

Aufgrund der vielen Faktoren, die bei der Auswahl des richtigen Warmwasserbereiters eine Rolle spielen, solltet Ihr Euch immer von einem Heizungsfachmann beraten lassen. Vaillant Fachpartner in Eurer Nähe findet Ihr hier. Vaillant gehört zu den Herstellern, die das gesamte Spektrum der Heiztechnik anbieten – Wärmeerzeuger samt der passenden Speicher ebenso wie Durchlauferhitzer.

 

Warmwasser mit uniSTOR VIH R

Warmwasserspeicher Vaillant uniSTOR VIH R

Was kennzeichnet einen Warmwasserspeicher?

  • Erzeugt das Warmwasser zentral für das gesamte Haus und versorgt mehrere Zapfstellen gleichzeitig
  • Hält Warmwasser in einer bestimmten Menge und Temperatur vor
  • Ist mit der Heizungsanlage verbunden

 

 

 

 

Was kennzeichnet einen Durchlauferhitzer?

  • Erzeugt das Warmwasser dezentral in Küche, Bad und/oder Gäste-WC, wo der in der Regel nur eine Zapfstelle versorgt
  • Erwärmt das Wasser in dem Moment, in dem es gezapft wird
  • Wird mit Strom oder Gas betrieben
16 Lesern gefällt das

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.